Dienstag, 27. Juni 2017

Schloss Markt Wald

Markt Wald liegt in den Stauden. Das dort befindliche Schloss geht auf einen Vorgängerbau aus dem Jahr 1525 zurück. Seit 1660 gehört es den Fuggers. 2011 zog Graf Leopold Fugger-Babenhausen mit seiner Frau und seinen Kindern in das stattliche Gebäude ein. Zwischen 2014 und 2016 wurde es grundlegend saniert. Das gewaltige Sanierungsvorhaben kostete einen siebenstelligen Eurobetrag. Weil das kostbare Juwel denkmalgeschützt ist und als ortsprägend gilt, wurde ein wesentlicher Teil der Summe vom Freistaat Bayern, dem Bezirk Schwaben, dem Landkreis Unterallgäu, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderen Organisationen bezahlt. Was immer auch ein Graf den ganzen Tag so machen mag, Leopold ist aus beruflichen Gründen in die USA gereist, will aber in einigen Jahren nach Markt Wald zurückkehren. Bis dahin nutzt er das Schloss als Urlaubsdomizil. Das Schloss in Markt Wald ist ein Ferienhäuschen. 

Sonntag, 25. Juni 2017

Das schwarze Schaf

In der Gruppendynamik erfüllt das schwarze Schaf in der Rolle des Außenseiters eine wichtige Funktion in der Gruppe (Sündenbock). Die Gruppe verstärkt den inneren Zusammenhalt auf Kosten des Außenseiters (Mobbing). Unangenehme ängstigende Gruppenthemen werden von der Gruppe ferngehalten, indem sie auf den Außenseiter projiziert und personifiziert werden. Der Außenseiter ist damit Träger wichtiger und wertvoller Energie und kann wesentlich zur positiven Entwicklung der Gruppe beitragen.

Freitag, 23. Juni 2017

Johannisfeuer

Erst tanzen Mädchen um den Scheiterhaufen, dann wird das Kreuz angezündet. So manchem mutet das makaber an. Warum macht jemand so etwas? 
Im Mittelalter war das Entzünden von Sonnwendfeuern ein weit verbreiteter Brauch. Tänze wurden aufgeführt und ein kühner Sprung über das Feuer versprach Fruchtbarkeit, reichen Kindersegen und Schutz vor Hexen und bösen Geistern. Ab dem 12. Jahrhundert versuchte die Kirche, das Sonnwendfeuer durch das Johannisfeuer zu ersetzen. 
Eines von vielen Johannisfeuern entfacht alljährlich der Obst- und Gartenbauverein Deuringen auf der sogenannten "Ponderosa", einem Platz auf einem ehemaligen militärischen Übungsgelände. Es findet immer am Freitag jener Woche statt, in der sich die Sommersonnenwende vollzieht.
So wie Ostereier, Tannenbäume oder Seelenbrezen christianisiert wurden, wurde es auch das Feuer. Ein Johannisfeuer ist ein Relikt aus uralten Zeiten, ein Überbleibsel längst vergangener Epochen. Es ist ein Fruchtbarkeitsritual. 
Morgen geht Nervenruh nochmal hinauf, nimmt einen verkohlten Ast aus der Asche, steckt ihn in seinen Acker und die Ernte wird gut sein.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Sommeranfang

Der astronomische Sommeranfang am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres. Die Sonne steht an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zenit. Dann wandert sie langsam wieder zurück zum Äquator, den sie zum kalendarischen Herbstanfang erreicht. Ab jetzt werden die Tage auf der Nordhalbkugel wieder kürzer. Es ist der Tag der Sommersonnenwende. 
Der Sonnenaufgang war um 5:15 Uhr, der Sonnenuntergang um 21:22 Uhr. Doch selbst um 22 Uhr war es noch nicht richtig dunkel.

Dienstag, 20. Juni 2017

Gegrillter Fenchel

Mäuse fressen einfach alles. 
>> Rezept